IGELIT/SPRELACART

So war der Alltag in der DDR

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Beitragvon Hildegard » So 9. Nov 2014, 09:26

Hat denn noch jemand Fotobeispiele zum Thema IGELIT bzw. SPRELACART
Hildegard
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Re: IGELIT/SPRELACART

Beitragvon chefchen » So 9. Nov 2014, 18:22

ich leider nicht, aber hier wird sich sicher jemand finden bei den vielen netten Mitgliedern ;)
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Re: IGELIT/SPRELACART

Beitragvon Dessauer » Mi 12. Nov 2014, 09:45

Igelit ist ein ehemals eingetragener Handelsname für Weich-PVC, insbesondere eines Copolymerisates mit z. B. 20 % Acrylsäureester bei 80 % Vinylchlorid. Außerdem wurde noch der Weichmacher Trikresylphosphat (TKP) mit bis 30 % Anteil zugesetzt.

Der Name spielt auf den Inhaber der Namensrechte an, die I.G. Farbenindustrie A. G. Er wurde von den Nachfolgern der IG-Farben bis in die Nachkriegszeit benutzt, musste dann aber, wie andere Handelsnamen mit den Anfangsbuchstaben IG-, im Zuge der Liquidation von I.G. Farben aufgegeben werden.

1938 nahm das Werk Bitterfeld mit einer Monatsproduktion von 120 Tonnen die Fertigung auf. In der DDR produzierten es die vormaligen IG-Farbenwerke VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld und die Buna-Werke Schkopau in großen Mengen.

Das Material diente u. a. als Lederersatz für Schuhmaterial und Taschen, für Regenmäntel („Hast du Igelit im Haus, kannst du auch bei Regen raus“), als Fußbodenauslegware minderer Qualität und auch als Verpackungsmaterial. In der DDR war es vor allem als Schuhmaterial berüchtigt („Im Sommer heiß, im Winter kalt“). Igelit wurde in den letzten Kriegsjahren und nach dem Zweiten Weltkrieg als Ersatz für Glas in die Fenster genagelt. Hierzu wurde das etwa 3 mm starke, bei Raumtemperatur flexible Tafelmaterial von Glasern vertrieben oder gegen Naturalien getauscht. Im Raum Leipzig erfolgte dieser Vertrieb z. B. durch die damalige Firma Glas-Nebe. Diese Ersatzlösung für Glas beschränkte sich auf Regionen in Nähe der Igelitproduktion (Leuna/Bitterfeld).

Es konnte durch Abgabe von Orthotrikresylphosphat (OTKP) aus seinem Weichmacher Nervenlähmungen verursachen. Daher wurde seine Verwendung in der DDR bereits 1950 durch eine Verordnung stark eingeschränkt, die u. a. ein Verbot der Verwendung im Nahrungsmittel- und Hygienebereich sowie die Verpflichtung einer Gefahrenkennzeichnung an entsprechenden Produkten beinhaltete.

Allerdings wurde erst im Juli oder August 1952 die Herstellung der sogenannten Bino-Produkte, das waren Suppenwürze und Brühwürfel, die aus Abfallprodukten der Igelit-Herstellung gewonnen wurden, durch das Gesundheitsministerium von Sachsen-Anhalt verboten. Das Bayerische Innenministerium ordnete in der Folge die Einziehung sämtlicher in Bayern vorhandener Bestände an.

Quelle: Wikipedia
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Re: IGELIT/SPRELACART

Beitragvon Dessauer » Mi 12. Nov 2014, 09:50

Ja und Sprelacard ist der Vorläufer vom jetzigen Laminat.

Da gibt es bei Wikipedia auch eine Erläuterung dazu.
Ich erspare mir das kopieren. :D

Aber ein Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Sprelacart
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Re: IGELIT/SPRELACART

Beitragvon biker » Mi 12. Nov 2014, 18:28

Wikipedia ist mir geläufig und war eigentlich nicht meine Frage, trotzdem danke
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Re: IGELIT/SPRELACART

Beitragvon Dessauer » Do 13. Nov 2014, 08:31

biker hat geschrieben:Wikipedia ist mir geläufig und war eigentlich nicht meine Frage, trotzdem danke


Die Frage hatte eigentlich Hildegard gestellt.

Bist du Hildegard? :o :o :o
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Re: IGELIT/SPRELACART

Beitragvon biker » Do 13. Nov 2014, 18:44

So gut wie.
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Re: IGELIT/SPRELACART

Beitragvon Dessauer » Fr 14. Nov 2014, 09:17

Dann sag´s der Hilde, das hier einer geantwortet hat. :lol: :lol: :lol:
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Re: IGELIT/SPRELACART

Beitragvon biker » Fr 14. Nov 2014, 18:49

Die kann lesen.
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Re: IGELIT/SPRELACART

Beitragvon Grimnir » Fr 21. Nov 2014, 11:29

Leider hat wohl niemand mehr etwas zu Hause, dann gibt es eben was von mir..

Habe mal die Rückseite meines Badezimmerschränkchens geknipst.

Sprelacardoberflächen gab es in verschiedenen Ausführungen, die Musterungen entsprachen dem jeweiligen Zeitgeschmack! Ein Beispiel aus den 50er/60er Jahren hab ich leider hier in Berlin nicht zu liegen, könnte aber wieder wenn ich in meinem kleinen Landhaus draußen bin ggf. Bilder machen :) In den 80ern wurde gerne Holzimitat verwendet. Beispiele dafür fanden sich übrigens beispielhaft in Eisenbahnwagen bzw. S-Bahnwagen.

Jetzt aber zur Tür meines Badezimmerschränkchens aus den 70er Jahren, typisch für diese Zeit und millionenfach verbaut!

Gruß, Grimnir.
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