DDR Chronik von 1949 - 1990

1964

{ PERMANENT_LINK }Geschrieben von admin am Do 23. Jan 2014, 15:00


DDR-Chronik - Das Jahr 1964

Am 11. Januar wird die letzte gesamtdeutsche Olympia-Mannschaft nominiert.

Der Chemie-Professor an der Ost-Berliner Humboldt-Universität Robert Havemann wird am 13. März wegen regimekritischer Äußerungen amtsenthoben. Der Kommunist und Widerstandskämpfer gegen die Nazis hatte die dogmatische Verhärtung von Ideologie und Politik in der DDR kritisiert.

Auf der zweiten Bitterfelder Konferenz für sozialistische Nationalkultur in der DDR (24. April-25. Mai) rückt die DDR-Führung vom Programm der ersten Bitterfelder Konferenz von 1959, dem so genannte „Bitterfelder Weg“, ab.

Vom 16.-18. Mai findet das letzte Deutschlandtreffen der Jugend in Ost-Berlin mit mehr als einer halben Million Teilnehmer aus beiden deutschen Staaten statt.

Die Sowjetunion garantiert am 12. Juni in einem Freundschafts- und Beistandsabkommen die Unantastbarkeit der Staatsgrenzen der DDR.

Die Volkskammer bestätigt am 1. September die Straffreiheit für „Republikflüchtlinge“, die vor dem 13. August 1961 (dem Tag des Baus der Berliner Mauer) die DDR verlassen haben.

Am 7. September wird der Wehrdienst als Bausoldat ohne Waffe in der Nationalen Volksarmee (NVA) eingeführt.

Der Ministerrat entscheidet am 9. September, dass Bürgern im Rentenalter einmal pro Jahr eine Reise zu Verwandtenbesuchen in die Bundesrepublik oder nach West-Berlin gewährt werden darf. Nach dem Berliner Mauerbau waren Besuchsreisen in den Westen im Allgemeinen nicht mehr möglich.

Am 21. September stirbt Otto Grotewohl, der Vorsitzende des Ministerrates der DDR.
Willi Stoph (1914–1999) wird am 24. September neuer Vorsitzender des Ministerrates und stellvertretender Vorsitzender des Staatsrates der DDR.

In der DDR werden am 1. Oktober Postleitzahlen eingeführt.

Am 6. Oktober wird eine Amnestie erlassen. Etwa 10000 kriminelle und politische Häftlinge werden auf freien Fuß gesetzt. Unter ihnen sind Wolfgang Harich, Georg Dertinger und Heinz Brandt.

In der Sowjetunion wird am 14. Oktober Nikita Chruschtschow gestürzt. Sein Nachfolger wird Leonid Breschnew.

Nach Inkrafttreten einer Passierscheinregelung besuchen am 2. November die ersten Rentner aus der DDR wieder ihre Verwandten in West-Berlin und der Bundesrepublik Deutschland.


Quelle: wikipedia.de
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de


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