DDR Chronik von 1949 - 1990

1972

{ PERMANENT_LINK }Geschrieben von admin am Do 23. Jan 2014, 17:23


DDR-Chronik - Das Jahr 1972

Im Januar wurde pass- und visafreier Reiseverkehr zwischen der DDR und Polen (1. Januar) sowie zwischen der DDR und der ČSSR (15. Januar) eingeführt.

Der „Deutsche Fernsehfunk“ wird am 11. Februar in „Fernsehen der DDR“ umbenannt.

Die Volkskammer verabschiedet am 9. März das Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft (erstmals 14 Gegenstimmen und acht Enthaltungen).

DDR-Außenminister Otto Winzer weilt am 11. März in Moskau. Es kommt zur Unterzeichnung der internationalen Konvention über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer und toxischer Waffen sowie deren Vernichtung.

Am 27./28. April findet die 5. Tagung des ZK der SED statt. Es wird ein gemeinsamer Beschluss des ZK, des Bundesvorstandes des FDGB und des Ministerrates über sozialpolitische Maßnahmen, unter anderem Erhöhung der Mindestrenten und teilweise Mietpreissenkungen für Neubauwohnungen gefasst.

Am 12. Mai wird der Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand zwischen Rumänien und der DDR unterzeichnet.

Der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland beschließt am 17. Mai die Ratifizierung der Ostverträge (siehe auch: Oder-Neiße-Grenze).

Das Transitabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten tritt am 3. Juni in Kraft.

Das ZK der SED und der Ministerrat beschließen am 23. Juni Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus.

Am 6. und 7. Juli findet die 6. Tagung des ZK der SED statt. „Weite und Vielfalt“ in der Kulturpolitik werden diskutiert, eine Kommission zur Überarbeitung des Parteiprogramms und des Statuts der SED wird eingesetzt und ein Beschluss über die Verstaatlichung von privaten Unternehmen und Betrieben mit staatlicher Beteiligung wird gefasst.

Bei den Olympischen Sommerspielen in München vom 26. August bis zum 11. September erreicht die DDR in der inoffiziellen Medaillenwertung vor der Bundesrepublik Deutschland den dritten Platz.

Aus Anlass des 23. Jahrestages der DDR-Gründung erlässt der Staatsrat der DDR am 6. Oktober eine Amnestie für politische und kriminelle Straftäter. Nach offiziellen Angaben werden mehr als 30.000 Personen entlassen, ein Teil von ihnen in den Westen.

Die Volkskammer verabschiedet am 16. Oktober das Gesetz über den Ministerrat der DDR: Aufwertung des Ministerrates als Regierungsorgan gegenüber dem Staatsrat.

Am 24. November tritt die DDR der UNESCO bei.

In der Zeit vom 7. bis 28. Dezember nimmt die DDR zu verschiedenen neutralen und westlichen Staaten diplomatische Beziehungen auf.

Am 13. Dezember wird die DDR Mitglied in der Wirtschaftskommission für Europa der UNO (ECE). Am 21. Dezember wird der Grundlagenvertrag zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet.


Quelle: wikipedia.de
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de


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