DDR Chronik von 1949 - 1990

1974

{ PERMANENT_LINK }Geschrieben von admin am Do 23. Jan 2014, 17:36


DDR-Chronik - Das Jahr 1974

Auf Anordnung des Ministeriums des Inneren der DDR müssen DDR-Kraftfahrzeuge ab dem 1. Januar anstelle des bisherigen „D“, dem internationalen Kfz-Kennzeichen für Deutschland, das Zeichen „DDR“ anbringen.

Die DDR wird am 1. Januar Mitglied der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Am 28. Januar wird das 3. Jugendgesetz von der Volkskammer verabschiedet.

Günter Guillaume, persönlicher Referent Willy Brandts, wird am 25. April unter dem Verdacht der Spionage für die DDR festgenommen (siehe Guillaume-Affäre).

Am 30. April fällt der gemeinsame Beschluss des SED-Politbüros, des Ministerrates und des FDGB-Bundesvorstandes über weitere Maßnahmen zur Durchführung des sozialpolitischen Programms, unter anderem eine Erhöhung des jährlichen Mindesturlaubes.

Die Ständigen Vertretungen in Bonn und Ost-Berlin werden am 2. Mai eröffnet. Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in der DDR wird Günter Gaus, Ständiger Vertreter der DDR in der Bundesrepublik Deutschland Michael Kohl.

Das DDR-Außenministerium protestiert am 20. Juni gegen die beabsichtigte Einrichtung des Umweltbundesamtes der Bundesrepublik Deutschland in West-Berlin.

Am 29. Juni trifft die Deutsch-deutsche Grenzkommission eine Vereinbarung über den Grenzverlauf und den Fischfang in der Lübecker Bucht.

Die USA nehmen am 4. September diplomatische Beziehungen zur DDR auf.

Die Staatsbank der DDR gibt am 14. September neue Banknoten aus.

Die Volkskammer beschließt am 27. September das „Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 7. Oktober 1974“. Alle Bezüge auf die „deutsche Nation“ werden gestrichen, ein neues Gerichtsverfassungsgesetz wird erlassen und es kommt zu einer personellen Umbesetzung des Ministerrates.

Der am 5. November 1973 verdoppelte Mindestumtausch für Besucher der DDR und Ost-Berlins wird mit Beschluss vom 26. Oktober ab dem 15. November von 20,- DM auf 13,- DM beziehungsweise von 10,- DM auf 6,50 DM gesenkt. Personen unter 16 Jahren und Rentner werden mit Beschluss vom 10. Dezember mit Wirkung vom 20. Dezember vom Mindestumtausch befreit.

In einem Hirtenbrief wenden sich am 17. November die katholischen Bischöfe der DDR gegen das staatliche Erziehungsmonopol.

Am 11. und 12. Dezember wird ein Abkommen über die Verbringung von Abfallstoffen von West-Berlin in die DDR geschlossen.

Ein Abkommen über Fortführung der Swing-Regelung im innerdeutschen Handel für den Zeitraum 1976–1981 (Höchstgrenze 850 Mio. DM) wird am 12. Dezember abgeschlossen.


Quelle: wikipedia.de
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de


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