DDR Chronik von 1949 - 1990

1988

{ PERMANENT_LINK }Geschrieben von admin am Do 23. Jan 2014, 18:27


DDR-Chronik - Das Jahr 1988

Erich Honecker besucht vom 7. bis 9. Januar Frankreich.

In die offizielle Gedenkdemonstration für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 17. Januar wollen sich Demonstranten einreihen, die unter der von Rosa Luxemburg stammenden Losung „Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ demonstrieren wollen. Die DDR-Sicherheitskräfte verhaften vor laufenden Kameras der Westpresse etwa 160 von ihnen. An den Folgetagen verhaftet das MfS zahlreiche Aktivisten der Berliner Oppositionsbewegung, um die beginnende Solidaritätsbewegung zu ersticken. Es kommt jedoch in der ganzen DDR zu Solidaritätsveranstaltungen, an denen tausende Menschen teilnehmen, bis es den DDR-Staatsorganen am 2. Februar gelingt, die Mehrzahl der Verhafteten zur Ausreise zu bewegen.

Bei einem Treffen von Erich Honecker und dem Regierenden Bürgermeister von West-Berlin Eberhard Diepgen werden Erleichterungen im Reiseverkehr angekündigt.

Am 31. März wird ein Gebietsaustausch zwischen West-Berlin und der DDR vereinbart.

Horst Neugebauer löst am 21. Juni Ewald Moldt als Leiter der Ständigen Vertretung der DDR in Bonn ab.

Am 26. Juni treffen 40 Beobachter aus 20 KSZE-Signatarstaaten in Potsdam ein, um die gemeinsame Truppenübung der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) und der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR zu beobachten.

Die Regierung der DDR und die Kommission der EG stellen am 15. August diplomatische Beziehungen her.

Am 14. September unterzeichnen die Bundesrepublik Deutschland und die DDR Vereinbarungen über Neuregelungen im Transitverkehr. Die Transitpauschale wird von 525 auf 860 Millionen DM(268 auf 440 Millionen Euro) im Jahr erhöht.

DDR-Sicherheitskräfte lösen in Ost-Berlin am 10. Oktober gewaltsam einen Protestmarsch von etwa 200 Personen auf, die mit Transparenten gegen die Zensur von Kirchenzeitungen protestieren und hindern westliche Korrespondenten mit Gewalt an der Arbeit.

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Edgar Bronfman sen., besucht vom 16. bis 18. Oktober die DDR.

Am 10. November wird in Ost-Berlin der Grundstein für den Neubau der zerstörten Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße gelegt.

Die DDR-Medien teilen am 20. November mit, dass auf Weisung des Postministers die sowjetische Monatszeitschrift „Sputnik“ aus der Liste des Postzeitungsvertriebes gestrichen wird. Bereits vorher waren einzelne Ausgaben der sowjetischen Zeitung „Neue Zeit“ nicht ausgeliefert worden.


Quelle: wikipedia.de
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de


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