DDR Chronik von 1949 - 1990

1990

{ PERMANENT_LINK }Geschrieben von admin am Do 23. Jan 2014, 18:38


DDR-Chronik - Das Jahr 1990

Das Oberste Gericht der DDR hob am 5. Januar die Urteile gegen Walter Janka, Gustav Just, Heinz Zöger und Richard Wolf auf.

Hans Modrow bietet am 11. Januar den Parteien der Opposition eine Mitarbeit an.

Im Januar 1990 ändert sich der Ton der weiterhin stattfindenden Montagsdemonstrationen: Die Parole „Wir sind das Volk“ aus den Zeiten des Aufbegehrens weicht dem Ruf nach der Wiedervereinigung: „Wir sind ein Volk“ und „Deutschland, einig Vaterland“. Am 15. Januar stürmen Demonstranten die Stasi-Zentrale in Ostberlin. Es entstehen Gerüchte, dass die Aktion vom Geheimdienst selbst inszeniert worden sei, um das entstehende Chaos dazu zu nutzen, Akten zu vernichten und aus dem Haus zu schaffen.

22. Januar: Rücktritt der Finanzministerin Uta Nickel.

Volle Gewerbefreiheit wird am 25. Januar eingeführt.

Hans Modrow besucht Moskau, Gorbatschow stimmt einer deutschen Einigung zu. Er wiederholt seine Einwilligung am 10. Februar gegenüber Helmut Kohl.

4. Februar: Die SED-PDS gibt den Namensbestandteil SED auf.

5. Februar: Regierung der nationalen Verantwortung: Acht Vertreter des Zentralen Runden Tisches (Tatjana Böhm, Rainer Eppelmann, Sebastian Pflugbeil, Matthias Platzeck, Gerd Poppe,Walter Romberg, Klaus Schlüter und Wolfgang Ullmann) treten in die Regierung Hans Modrows ein.

Die drei konservativen Parteien schließen sich zum Wahlbündnis Allianz für Deutschland zusammen.

Am 20. Februar verabschiedet die Volkskammer ein neues Wahlgesetz. Sie ermöglicht damit die ersten freien Wahlen zu einem Parlament in der DDR.

Der Runde Tisch lehnt eine Übernahme des Grundgesetzes am 17. März ab und fordert eine neue Verfassung für Gesamtdeutschland.

18. März: Die Wahlen zur Volkskammer der DDR gewinnt überraschend die „Allianz für Deutschland“, ein Drei-Parteien-Bündnis, bestehend aus CDU (40,8 % der Stimmen), Demokratischem Aufbruch und Deutscher Sozialer Union (DSU) (insgesamt 48,1 %). Die SPD erhält 21,9 % der Stimmen, die PDS 16,3 %.

5. April: Sabine Bergmann-Pohl (CDU) wird Volkskammerpräsidentin und damit letztes Staatsoberhaupt der DDR.

12. April: Lothar de Maizière (CDU) wird Ministerpräsident und bildet eine große Koalition aus mehreren Parteien.

5. Mai: In Bonn beginnen die „Zwei-plus-vier-Gespräche“ zwischen den Außenministern der Bundesrepublik, der DDR und der ehemaligen Besatzungsmächte (USA, Großbritannien, Frankreich, Sowjetunion); im Zentrum dieser Gespräche stehen die außenpolitischen Aspekte der deutschen Einheit.

6. Mai: Kommunalwahlen

18. Mai: In Bonn wird ein Staatsvertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion der Bundesrepublik und der DDR unterzeichnet.

21. Juni: Die Volkskammer der DDR und der deutsche Bundestag verabschieden den Staatsvertrag.

1. Juli: Die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion tritt in Kraft. Die D-Mark wird gesetzliches Zahlungsmittel auch in der DDR.

Am 22. Juli werden mit dem Ländereinführungsgesetz nach fast 38 Jahren die 14 Bezirke mit Wirkung vom 14. Oktober 1990 wieder in die fünf Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg,Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen umgewandelt.

23. August: Die Volkskammer der DDR votiert für den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes.

13. September: Die Bundesrepublik und die UdSSR unterzeichnen einen Zusammenarbeits- und Nichtangriffsvertrag. Für den Abzug der Roten Armee aus der DDR bis 1994 erhält die UdSSR 13 Milliarden DM (6,6 Milliarden Euro).

25. September: Die DDR verlässt den Warschauer Pakt.

2. Oktober: Letzte Volkskammersitzung im Staatsratsgebäude

2. Oktober: Der zwei-plus-vier-Vertrag (zwischen der DDR, Bundesrepublik, UdSSR, den USA, Frankreich und Großbritannien wird unterzeichnet.

2. Oktober: Eingliederung der NVA in die Bundeswehr.

2. Oktober: Die Vier Besatzungsmächte geben um 24.00 Uhr ihre Vorbehaltsrechte an die Bundesrepublik ab.

3. Oktober: Die Länder der Deutschen Demokratischen Republik treten der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes bei. Der Tag der Deutschen Einheit wird später zumNationalfeiertag des vereinigten Deutschland erklärt. Die DDR hört um 0.00 Uhr, als Völkerrechtssubjekt, auf zu existieren.

3. Oktober: Berlin wird Hauptstadt vom wiedervereinigten Deutschland.


Quelle: wikipedia.de
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de


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