DDR Chronik von 1949 - 1990

1954

{ PERMANENT_LINK }Geschrieben von admin am Do 23. Jan 2014, 04:52


DDR-Chronik - Das Jahr 1954

Zum 1. Januar werden die letzten 33 Betriebe der Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) mit Ausnahme der Wismut AG an die DDR übergeben und in VEB umgewandelt.

Vom 25. Januar bis zum 18. Februar findet in Berlin die so genannte Viererkonferenz der Außenminister der Siegermächte Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und USA statt. Die Debatten über die Deutschland-Frage, den österreichischen Staatsvertrag sowie die Triest-Frage bleiben ohne Ergebnis.

Der im Juli 1953 aus dem Amt entlassene und aus dem ZK der SED ausgestoßene Minister für Staatssicherheit, Wilhelm Zaisser, wird am 23. Januar auch aus der SED ausgeschlossen.

Der Schriftsteller Johannes R. Becher wird am 4. Januar Minister im neu gebildeten Ministerium für Kultur der DDR.

Am 25. März wird eine Erklärung der Sowjetunion über die Gewährung der Souveränität der DDR veröffentlicht. Die DDR gibt daraufhin am 27. März ihre Souveränitätserklärung ab.

Vom 30. März bis zum 4. April findet der IV. Parteitag der SED statt.

Die Bundesrepublik erklärt am 7. April die Souveränitätserklärung der DDR für nichtig und erklärt ihren Alleinvertretungsanspruch für alle Deutschen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) lehnt am 14. Mai die Aufnahme des Nationalen Olympischen Komitees der DDR (NOK) ab.

Vom 5. bis zum 7. Juni findet in Ost-Berlin das II. Deutschlandtreffen der Jugend statt.

Am 9. Juni wird der am 15. Januar 1953 verhaftete ehemalige Außenminister der DDR und ehemalige stellvertretende CDU-Vorsitzende Georg Dertinger wegen Spionage zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes Otto John gibt am 23. Juli im DDR-Rundfunk sein Überwechseln in die DDR bekannt. Ihm folgt am 21. August der CDU-BundestagsabgeordneteKarlfranz Schmidt-Wittmack.

Bei den Volkskammerwahlen am 17. Oktober entfallen nach offiziellen Angaben 99,46 % auf die Einheitslisten.

Eine 15-Mächte-Konferenz lädt die Bundesrepublik am 23. Oktober zum Eintritt in die NATO ein und erkennt den Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik Deutschland fürGesamtdeutschland an.

Am 13. November wird ein „Zentraler Ausschuss für Jugendweihe“ gegründet. Im „Neuen Deutschland“ erscheint ein „Aufruf zur Vorbereitung der Jugendweihe 1955“.



Quelle: wikipedia.de
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

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Das Sachsenwerk Radeberg stellt den Fernsehempfänger "Rembrandt" her, der im Sommer auf den Markt kommt. Es ist das erste Modell eigener Produktion. Vorher bot der Handel bereits das sowjetische Gerät "Leningrad" an. Der Deutsche Fernsehfunk in Berlin-Adlershof hatte im Dezember 1952 sein erstes Programm ausgestrahlt.

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Der sowjetische Generaldirektor des SAG-Betriebes Leuna-Werke übergab am 31.Dezember 1953 den Schlüssel an die neue Werksleitung. Ab 1. Januar ist dieser wichtige Grossbetrieb nun volkseigen.

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Heinrich Mauersberger erhält im Oktober für seine Malimo-Technologie den Nationalpreis. 6000 Jahre entstanden Gewebe unverändert aus Kett- und Schussfäden. Mauersberger legt Fäden lose in Kett- und Schussrichtung und übernäht sie. Die ersten Malimo-Maschinen erreichen in zwei Minuten eine Leistung, die Webautomaten mit der alten Technologie in einer Stunde bringen.

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In der ersten Hälfte der fünfziger Jahre beginnt eine umfassende Restaurierung der Wartburg. Viele Teile erhielten wieder die originale Form. 1982 konnten die Restauratoren ihre Arbeiten abschliessen. Die Wartburg wurde nach der Sage 1067 gegründet. Bruno von Merseburg erwähnte sie 1080 in seinem Buch vom Sachsenkrieg. Ihr Palas gehört zu den schönsten erhaltenen spätromanischen Bauten.
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