DDR Chronik von 1949 - 1990

1955

{ PERMANENT_LINK }Geschrieben von admin am Do 23. Jan 2014, 05:50


DDR-Chronik - Das Jahr 1955

Ab dem 10. Januar müssen auf Anweisung des Magistrats von Ost-Berlin West-Berliner und Westdeutsche in den gastronomischen Einrichtungen in Ost-Berlin mit West-Mark zum Kurs 1:1 zahlen.

Die Sowjetunion bietet am 15. Mai gesamtdeutsche Wahlen an, sollte die Bundesrepublik auf die Ratifizierung der Pariser Verträge verzichten. Diese schreiben die bundesdeutsche Mitgliedschaft in der NATO, den Verzicht der Bundesrepublik Deutschland auf atomare, biologische und chemische Waffen (ABC-Waffen), die Mitgliedschaft der Bundesrepublik in der Westeuropäischen Union(WEU), das Europäische Saarstatut und die Gewährung der vollen Souveränität der Bundesrepublik Deutschland fest (siehe auch: Deutschlandvertrag).

Am 25. Januar erklärt die Sowjetunion den Kriegszustand mit Deutschland für beendet.

Der Deutsche Bundestag ratifiziert am 27. Februar die Pariser Verträge.

Die Volkspolizei-Bereitschaften werden am 17. März in das Staatssekretariat für Staatssicherheit überführt.

Am 27. März findet die erste Jugendweihe in Ost-Berlin statt. Die Jugendweihe soll als sozialistisches Gegenstück die kirchliche Konfirmation/Firmung ablösen.

Paul Merker wird am 30. März zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.

Die Straßennutzungsgebühren werden am 30. März im Transit Bundesrepublik–West-Berlin für Pkw auf 30 Mark, für Lkw auf 100 bis 550 Mark erhöht.

Am 1. Mai nehmen erstmals bewaffnete „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ an den Maidemonstrationen teil.

Die Pariser Verträge treten am 5. Mai in Kraft; die Bundesrepublik erhält am die staatliche Souveränität und wird am 9. Mai Mitglied der NATO.

Die DDR wird am 14. Mai Mitglied des Warschauer Paktes.

Am 15. Mai wird die Deutsche Grenzpolizei (DG) wieder in das Staatssekretariat für Staatssicherheit eingegliedert.

Das ZK der SED verabschiedet am 2. Juni ein 10-Punkte-Programm zur Wiedervereinigung Deutschlands.

Am 10. Juni werden die dramatischen Erhöhungen der Straßennutzungsgebühren im West-Berlin-Transit vom 30. März teilweise wieder zurückgenommen.

Das Nationale Olympische Komitee der DDR wird provisorisches Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Auf der Rückreise von der Genfer Gipfelkonferenz tritt Nikita Chruschtschow am 26. Juli in Ost-Berlin auf, lehnt freie Wahlen als Vorstufe der Wiedervereinigung Deutschlands ab und verkündet dieZweistaatentheorie.

Die UdSSR bestätigt am 20. September die volle Souveränität der DDR. Das Amt des sowjetischen Hochkommissars wird aufgehoben und ein Beistandsvertrag mit der DDR abgeschlossen.

Das Gesetz über das Staatswappen und die Flagge der DDR wird am 26. September verabschiedet.

Auf seiner 25. Tagung kündigt das ZK der SED am 27. Oktober eine Staatsbeteiligung an Privatunternehmen an.

Am 29. November erklärt die Sowjetunion, der sowjetische Sektor (Ost-Berlin) sei Bestandteil der DDR und unterliege nicht mehr der Kontrolle durch die Alliierten. Die Westmächte weisen dies unter Hinweis auf den Viermächte-Status der Stadt zurück.

Die sowjetischen Truppen geben am 1. Dezember die Sicherung der Außengrenzen der DDR an die Deutsche Grenzpolizei (GP) ab.

Das Staatssekretariat für Staatssicherheit wird wieder Ministerium. Minister wird Ernst Wollweber, Stellvertreter Erich Mielke.

Nach Angaben des Bonner Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen sind 1955 bis zum 31. Dezember mehr als 250.000 Flüchtlinge aus der DDR und Ost-Berlin gezählt worden.


Quelle: wikipedia.de
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de


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