DDR Chronik von 1949 - 1990

1956

{ PERMANENT_LINK }Geschrieben von admin am Do 23. Jan 2014, 09:46


DDR-Chronik - Das Jahr 1956

Ab dem 1. Januar gilt der zweite Fünf-Jahr-Plan.

Die Volkskammer beschließt am 18. Januar die Aufstellung einer Nationalen Volksarmee (NVA).

Am 27. Januar wird Paul Merker aus der Haft entlassen.

Die „Geheimrede“ Chruschtschows auf dem XX. Parteitag der KPdSU (14.-25. Februar) in Moskau markiert den Beginn der Entstalinisierung in den staatssozialistischen Ländern.

Am 1. März wird aus Einheiten der Kasernierten Volkspolizei (KVP) die Nationale Volksarmee (NVA) gebildet und das Ministerium für Nationale Verteidigung gegründet.

Bei einer Konferenz der osteuropäischen Geheimdienste in Moskau (7.-11. März) wird das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) als gleichberechtigtes Mitglied aufgenommen.

Am 1. Mai wird die Hauptabteilung XV des MfS in Hauptverwaltung A (HV A) umbenannt. Leiter bleibt Markus Wolf. An der Maidemonstration in Ost-Berlin nimmt erstmals die NVA teil.

Die achtklassige Grundschule wird am 18. Mai in die obligatorische zehnklassige polytechnische Oberschule umgewandelt.

Ab Juni werden im Zuge der Entstalinisierung etwa 25.000 Häftlinge entlassen.

Am 11. Juni ruft die Regierung der DDR-Militärangehörige in der Bundesrepublik zum Übertritt in die DDR auf. Das Angebot soll auch für jugendliche Flüchtlinge aus der DDR gelten.

Auf der 28. Tagung des ZK der SED (27.-29. Juli) werden hohe Parteifunktionäre rehabilitiert (unter anderen Franz Dahlem, Anton Ackermann und Hans Jendretzky) und der so genannte „Dogmatismus“ krititsiert.

Der Schriftsteller und Theaterregisseur Bertolt Brecht (* 10. Februar 1898) stirbt am 14. August in Berlin.

Am 17. August ergeht das KPD-Verbot in der Bundesrepublik Deutschland.

Im West-Berliner Notaufnahmelager Marienfelde trifft am 20. September der einmillionste Flüchtling ein. Insgesamt sollen seit Gründung der DDR 1,72 Millionen Menschen die DDR verlassen haben.

Nach der Niederschlagung des Volksaufstandes durch sowjetische Truppen in Ungarn am 24. Oktober werden in Ost-Berlin Professor Wolfgang Harich am 29. November, der Leiter des Aufbau-Verlages Walter Janka und der Kulturredakteur Gustav Just am 6. Dezember wegen der „Bildung einer staatsfeindlichen Gruppe“ verhaftet und zu Freiheitsstrafen verurteilt.


Quelle: wikipedia.de
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de


Wer ist online?

Mitglieder: Ahrefs [Bot], Bing [Bot], CommonCrawl [Bot], Yahoo [Bot]